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Eine Welt voller Stoffe

1. Stoffarten

1.1 Afrika Stoffe

Gerade von traditionellen Gewändern kennt man die bunten afrikanischen Stoffe. Was afrikanische Stoffe ausmacht, ist die farbenfrohe Vielfalt und die lebendigen Muster. Ideal für Dekorationen, Accessoires oder auch Kleidungsstücken wie Kleider, Blusen oder Röcke.

1.2 Baumwollstoff

Ist ein vielseitig einsetzbarer Stoff der aus Baumwollfasern gewonnen wird. Die Baummwollfasern werden zu Garn verarbeitet und im Anschluss gewebt. Baumwollstoffe ist ein Überbegriff für alle Stoffe die durch das Weben der aus Baumwollfasern gewonnen Garnen entsteht.

1.3 Badeanzugstoff / Lycra

Lycra gehört zu der Stoffgruppe Elastan. Sie ist eine synthetische und hochelastische Kunstfaser. Sie zeichnet sich durch einen angenehmen Tragekomfort aus und durch die hohe Elastizität bietet sie eine perfekte Passform. Ihren Einsatz findet sie zum Beispiel im Bereich Fitness, Bademode, Unterwäsche und Berufsbekleidung.

1.4 Camouflage

Camouflage ist der französische Begriff für Verschleierung. Man kennt ihn vor allem aus militärischer Tarnkleidung und -Anstriche. Dieses Camouflage Muster findet man auch auf verschiedenen Stoffarten. Oft sind diese in Grüntönen gehalten, aber auch in Beigetönen und teilweise mit aufgedruckten Buttons kann man Camouflage Stoffe kaufen.

1.5 Canvas

Canvas ist der englische Begriff für Leinwand oder Leinen. Leinen wird aus der Flachsfaser gewonnen. Vollleinen besteht aus 100 Prozent Flachs, Halbleinen dagegen aus Baumwolle mit einem Anteil von mindestens 40 Prozent Flachsfasern. Häufig findet der Stoff Verwendung als Bucheinband.

1.6 Chiffon

Chiffon oder Borkenchiffon/Crincle Chiffon ist das leichteste Seidengewebe. Gazeartiger Vollcrepe, sehr offene Einstellung und feiner Griff. Für Blusen und Accessoires. Immer taftbindig.

1.7 China Seidenimitat

Seidenimitat aus China sieht echter Seide zum verwechseln ähnlich und ist dieser auch nachempfunden. Diese wurden mit spezieller Jacquardwebtechnik hergestellt und sind mit traditionell chinesischen Motiven versehen.

1.8 Cord

Babycord: ist hochfein und leicht. Babycord hat 48 und mehr Rippen auf einer Breite von 10cm. Hohe Schussdichte und niedrige Florhöhe. Breitcord: Cordsamt mit wellpappenähnlicher breiter Rippe. Feincord: ist etwas gröber als Babycord, hat eine geringe Florhöhe und eine dichte und lückenlose Decke.

1.9 Cordura

Cordura ist winddicht, wasserdicht und somit perfekt für den Outdoor Einsatz. Das texturierte Nylon ist abriebfest und sehr Robust. Die Oberfläche ist leicht angeraut und hat damit einen angenehmen Griff.

1.10 Dekorationsstoff

Mit Dekorationsstoffen lassen sich leicht einzelne Zimmer in einen neuen Stil verwandeln. Hier kann man es sich entweder leicht machen und mit neuen Gardinen oder Kissenhüllen individuelle Akzente setzen. Wer größere Pläne hat kann auch den Sessel oder das Sofa neu beziehen und spart sich so den Kauf neuer Möbel. Zusammen mit den kleinen Akzenten in Form von Kissenhüllen kann man hier kreative Farbspiele in den Raum bringen.

1.11 Dekorationsfolie

Wer seinen Möbeln oder Fliesen neuen Glanz verleihen möchte, aber nicht die Zeit oder Lust hat, die Stoffe auf Maß zu nähen, kann sich mit tollen selbstklebenden Dekorfolien Abhilfe schaffen. Es gibt sie in verschiedensten Design wie zum Beispiel Holzoptiken oder auch ganze Landschaften. Wenn der eigene Wohnstil sich ändert, kann man seine Möbel leicht und kostengünstig dem neuen Stil anpassen.

1.12 Echtleder

Als Echtleder darf nicht jedes Leder bezeichnet werden. Kriterien für die Bezeichnung sind zum Beispiel, dass nur gespaltene oder ungespaltene Haut verwendet wird. Auch darf diese nur eine natürliche Verflechtung aufweisen. Zu Bahnen verklebtes Leder darf nicht als Leder beziehungsweise Echtleder bezeichnet werden. Echtleder fühlt sich weich und kühl an. Ein Anwendungsgebiet sind zum Beispiel Schuhe und Schuhsohlen.

1.13 Filz

Filz gehört nicht zu gewebten Textilien sondern ist ein Flächengebilde aus einem schwer zu trennenden Fasergut. Es ist dehnbar, widerstandsfähig, nicht entflammbar und isoliert gegen Kälte und Hitze. Bastelfilze gibt es ein verschiedenen Farben und Stärken. Seine Anwendung findet Filz beispielsweise bei Hüten, Pantoffeln, Dichtungen, als Möbelgleiter, Wohnaccessoires oder auch bei Dreadlocks.

1.14 Fellstoffe

Bei Fellstoffen gibt es eine große Auswahl verschiedenster Ausführungen. Ob Zottelfell, Teddyfell, Lammfell. Einfarbig oder gemustert, die Auswahl ist Groß. Sowohl zum nähen für Kuscheltiere oder flauschigen Decken als auch für Kleidungsstücke kann man Fellstoffe verarbeiten. Teddy Stoffe sind weich und flauschig mit langen und leichtem gekräuselten Flor.

1.15 Fleece

Auch bei Fleece Stoffen gibt es eine große Auswahl an Farben und Qualitäten. Ob als reiner Baumwollfleece oder mit Polyester Anteil, Uni farben, gemustert oder Doubleface – hier wird jeder fündig! Ideal für kuschelige Pullover, Schals, Handschuhe, für Jacken oder auch ein Kuscheltier für die Kleinsten. Der eigenen Kreativität sind bei dem breitgefächertem Sortiment keine Grenzen gesetzt!

1.16 Frottee

Frottee ist die Bezeichnung für Gewebe, welche aus Frottéezwirnen bestehen. Die Frottierwebmaschine arbeitet mit straffen und weniger straff gespannten Kettfäden. Folglich mit zwei oder mehreren Kettbäumen. Bekannt ist Frottee als Handtuch und Bademantelstoff.

1.17 Futterstoffe/Taft

Die Bezeichnung Futterstoff ist ein Sammelbegriff für alle Stoffarten beziehungsweise Textilien die zum abfüttern eines Oberstoffen eignen. Gerade bei kratzigen oder gröberen Materialien wie zum Beispiel bei Mantelstoff ist das einnähen von Futterstoff fast unverzichtbar, da dieser für einen angenehmen Tragekomfort auf der Haut dient.

1.18 Fußball-Stoffe

Nicht nur zur EM oder WM lassen sich kleine und große Fußballfans für Stoffe mit Fußballprint begeistern. Ob schlicht nur mit Fußball Print, oder mit Rasenmustern mit Fußbällen drauf. Grün, rot, oder komplett bunt, hier ist für jeden Fan der richtige Stoff dabei.

1.19 Hussen Stoff

Als Hussen Stoff versteht man eine Stoffart, die als Überwurf oder Überzug für Möbel dient. So können alten Sofas, Sessel, Stühle oder auch Bierbankgarnituren ein neues Outfit verliehen werden und sie vor Verschmutzungen schützen. Der Überwurf, sprich die Stoff Husse wird der Form dem Möbelstücks annähernd angepasst, ist aber nicht auf Maß geschneidert.

1.20 Jute

Jute ist eine Pflanze, oder auch ein Strauch der zur Fasergewinnung genutzt wird. Sie wird ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel angebaut. Jutefasern sind vollständig biologisch abbaubar, da sie eine reine Naturfaser ist. Die Jutefaser wird unter anderem für Teppiche, Beutel oder als Verpackungsmaterial wie beispielsweise Säcke genutzt. Weltweit wurden im Jahr 2007 und 2008 etwa 2,8 Millionen Tonnen Jutefasern produziert.

1.21 Karostoffe

Schottenkaros: Großflächige Farbkaros → Garngefärbte Kett-Schuss, Doppelkaros. Pepita: hell- dunkle Block Karos. Glencheck: Grund und Überkaro müssen zusammentreffen.

1.22 Kinderstoffe

Unter Kinderstoffen versteht man in der Regel alle Stoffarten die mit kindlichen Motiven bedruckt werden. Hier gibt es eine Vielfältige Auswahl an Farben und Mustern. Für die Jungs gibt es zum Beispiel coole Stoffe mit Autos, Dinos oder Baggern und für die Mädchen kleine Feen, Prinzessinnen oder Blumen. Aber auch für die größeren Kinder findet man schöne coole Stoffe.

1.23 Kunstleder

Kunstleder wird auch Leder Imitat genannt und ist in der Regel mit einem textilen Grundträger/ Gewebe verbunden. Um der Struktur von echtem Leder möglichst zu ähneln, erhält die Oberfläche eine Narbenprägung. Im Gegensatz zu Echtleder ist Kunstleder auf PVC Basis preislich günstiger und sehr robust. Kunstleder ist im Gegensatz zu Echtleder auch als Endlosmaterial erhältlich. Anwendung findet Kunstleder zum Beispiel bei Jacken, Gürteln, Schuhen, Bällen oder auch Faltdächern und Schaltsäcken. Aber auch als Sitzbezüge für Autos, Sofas und Sessel.

1.24 Lackstoffe

Lackstoffe eignen sich nicht nur für ausgefallene Kostüme zu Fasching sondern auch für extravagante Bekleidung wenn diese elastisch ist. Es gibt sie in intensiv leuchtenden Farben oder auch dezent. Außerdem sind sie reißfest und nahezu unverwüstlich. Zusätzlich knittert und fusselt er nicht. Ebenfalls könnte auf das Säumen verzichtet werden, da die Kanten nicht ausfransen. Beim vernähen von Lackstoffen sollte man sauber arbeiten, da jeder Stich kleine Löcher im Stoff hinterlässt und ein auftrennen somit eigentlich nicht machbar ist. Bügeln kann man den Stoff aber nur auf der linken mit Tuch dazwischen.

1.25 Leinen

Leinenstoff hat mehrere Vorteile. Nicht nur dass er robust und reißfest ist, er ist auch schmutzresistent und flusenfrei. Auch Allergiker können den Stoff verarbeiten. Leinen Stoff hat auch einen kühlenden Effekt, das liegt daran, dass die Fasern von Leinen die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und an ihre Umgebung wieder abgeben. Gerade deswegen ist Leinen auch als Sommerbettwäsche äußerst beliebt.

1.26 Linon

Linon Stoff ist ein glatter Stoff der sich herrlich weich und angenehm auf der Haut. Das Gewebe von Linon ist knitterfrei und muss daher nicht gebügelt werden. Der Begriff Linon bezeichnet nur eine bestimmte Webart von Flachsfasern. Durch die hohe Dichte von Kett- und Schussfäden ist Linon besonders strapazierfähig.

1.27 Markisenstoffe

Markisenstoffe sind speziell für den Außenbereich konzipiert wurden. Sie bieten ausreichend Schutz vor zu viel Sonne und Hitze, spenden Schatten und UV Strahlen. Auch als Sichtschutz an Balkongeländern oder als Windschutz können Markisenstoffe eingesetzt werden.

1.28 Microfaser

In der Regel handelt es sich bei Microfaser um synthetische Produkte. Mikrofaser bezeichnet eine Faser die eine Feinheit von weniger als einem Dezitex aufweist. Zusätzlich hat Microfaser eine 5x stärkere Saugkraft als Baumwolle, sodass die Fasern gerne für die Herstellung von Handtüchern verwendet wird.

1.29 Möbelstoffe

Unter Möbelstoffen versteht man strapazierfähige Stoffe zum neu beziehen der alten Couch, dem alten Sessel oder den abgenutzten Esstischstühlen. Auch bei Möbelstoffen trifft man auf Stoffe aus natürlichen Rohfasern wie Baumwolle oder pflege-freundlichen Kunstfasern. Neben dem Material ist auch das Dessin der Stoffe wichtig. Hier hat man die Auswahl an unifarbenen Möbelstoffen sowie dezent oder bunt gemustert. Für jeden Stil lässt sich hier der passende Möbelstoff finden.

1.30 Molton

Molton ist ein schwer entflammbarer Stoff der aus 100 Prozent Baumwolle besteht. Das Hauptmerkmal von Molton ist, dass dieser beidseitig angeraut ist. In der Veranstaltungstechnik und im Theater wird Molton aus Polyester verwendet. Durch die chemische Eigenschaft ist dieser dauerhaft schwer entflammbar, dadurch kann dieser gewaschen und gereinigt werden und behält trotzdem seine Eigenschaft. Aufgrund seiner Absorptionsfähigkeit für Flüssigkeiten findet Molton seine Verwendung auch für Stoffwindeln und als Überzug für die Feuchtwalzen im Offsetdruck.

1.31 Nicki

Wer besonders kuscheligen Stoff sucht, wird bei Nicki Stoffen fündig. Dieser ist ein samtartiger Stoff. Im Gegensatz zu Samtstoffen ist Nicki allerdings ein Strickgewebe und daher elastisch. Nach dem Dehnen springt er in seine ursprüngliche Form zurück ohne auszuleihern. Bei der Herstellung von Nicki arbeiten sie einen zusätzlichen Faden ein. Die Schlingen des Fadens werden nachträglich aufgeschnitten und dadurch erhält Nicki seine samtige Oberseite.

1.32 Organza

immer taftbindig, gazeartige, sehr offene Gewebe und Einstellung. Steif und sehr gut drapierfähig. Bei Doppellagigkeit wunderschöne Moiré und eventuell Changierenden-Effekt.

1.33 Paillettenstoffe

Paillettenstoffe gibt es in vielen verschiedenen Farben, auch als Wendepailletten. Durch die große Vielfalt an unterschiedlichen Trägertextilien wie beispielsweise Feinstrick, Pannesamt, Taft oder Tüll erlauben Paillettenstoffe ganz unterschiedliche Verarbeitungsmöglichkeiten.

1.34 Pannesamt

Pannesamt ist ein Stoff mit Seidencharakter dessen Flor durch Pressen oder Bügeln wiedergelegt wird. Die Oberfläche wird spiegelnd/glänzend und eignet sich daher besonders für Karnevalskostüme.

1.35 Samt

Samt ist ein Gewebe, welches einen eingearbeiteten Fadenflor enthält. Unterscheiden tut sich Samt durch die Länge des Flors von Plüsch und Velours. Bei Samt ist die Länge des Flors maximal zwei bis drei Millimeter lang, wodurch sich der Samt zwar sehr sanft anfühlt, aber in Vergleich zu Velour und Plüsch am härtesten ist. Samt hat eine Strichrichtung die durch den Flor bedingt ist. Diese muss auch bei der Verarbeitung beachtet werden.

1.36 Patchwork und Bastelstoffe

Patchworkstoffe oder auch Quiltstoffe genannt haben eines gemeinsam: Alle bestechen durch eine besonders hohe Qualität da sie aus besonders feiner und weicher Baumwolle hergestellt werden. Bei Patchworkstoffen gibt es eine schier unendlich große Auswahl an Farben und Muster. Ob nur einfach gestreift oder gepunktet, bis hin zu maritimen oder floralen Muster – jeder findet das richtige Muster für sein Projekt. Die Stoffe können einzeln oder im Set gekauft werden.

1.37 Satin

Satin wird in einer Atlasbindung hergestellt, durch diese Bindung erhält Satin seine stark glänzende und glatte Oberfläche und die matte Unterseite. Satin kann aus beliebigen Fasern gewebt werden, allerdings werden in der Herstellung endlose Fasern bevorzugt. Das sind zum Beispiel Viskose, Polyester oder auch Seide. Diese Fasern steigen zusätzlich den Glanzeffekt.

1.38 Seide

Eigenschaften der Seide: Glatt und ungewellt. Relativ gutes Wärmerückhalteverum, da die Fasersubstanz Eiweiß ein geringes Wärmeleitvermögen besitzt. Guter Knitterwiderstand. Elastizität und Knitterwiderstand nehmen mit zunehmender Erschwerung ab. Die relative Feuchtigkeitsaufnahme beträgt etwa 10%. Die absolute Feuchtigkeitsaufnahme bis 30%. Die Faser ist hygroskopisch und saugfähig. Die Oberfläche ist leicht benetzbar. Roh- und Wildseide ist eher stumpf sowie hart und knirschend vom Griff. Entbastete Seide hat einen edlen Glanz und ist vom Griff weich und anschmiegsam.

1.39 Spitze

Der Begriff Spitze ist ein Sammelbegriff für dekorative Elemente die nur aus Garn und Stoff oder nur aus Garn bestehen. Hier gibt es viele unterschiedliche Erscheinungsformen. Eins haben aber alle gemeinsam: zwischen den Fäden werden Löcher in unterschiedlichster Größe gelassen. Dadurch ergeben sich die verschiedenen Muster.

1.40 Schaumstoffe

Schaumstoffe gibt es in verschiedenen Ausführungen. Als Platten, direkt nach Maß geschnitten, in individuellen Formen. Auch bei der Dicke und der Härte gibt es Unterschiede. Für Sitzpolster oder Auflagen wählt man einen härteren Schaumstoff als für Rückenpolster, hier greift man eher zu einem weicheren Schaum. Das größte Einsatzgebiet finden Schaumstoffe im Raumausstatterbedarf.

1.41 Schwer entflammbar B1

B1 bezeichnet die Brandschutzklasse und steht für schwer entflammbare Baustoffe und Bauprodukte nach geltender Brandschutznorm DIN 4102-1. Durchgeführt werden darf die Zertifizierung der Textilien, einzelnen Baustoffen oder ähnlichem auch nur von anerkannten Instituten. Bei Stoffen gibt es unter anderem Baumwoll-, Dekorations-, Satin, - Stoffe sowie Pannesamt, Segeltücher unf Fotohintergründe die nach der Brandschutzklasse B1 zugelassen wurde. Für die entsprechenden Stoffe erhält man zusätzlich ein Zertifikat, dass man auch bei der heimischen Dekoration auf der sicheren Seite ist.

1.42 Taft Deluxe

Taft Deluxe unterscheidet sich von regulärem Taft nur durch die verwendeten Garne. Bei Deluxe Taft werden besonders hochwertige Garne verwendet. Generell ist Taft ein Stoff der herrlich glänzt und sehr dicht gewoben wird. Gerade für Kleidungsstücke oder Dekorationen ist Taft oder auch Taft Deluxe vielseitig einsetzbar. Auch hat man die Auswahl an verschiedenen Varianten wie zum Beispiel mit Stickereien, Perlen, Bordüren oder Stickereien sowie gecrinkled, beflockt oder sogar wasserabweisend.

1.43 Taschenstoffe

Taschenstoffe eignen sich, wie der Name schon sagt, perfekt zum Nähen der eigenen Tasche. Hier wird gerne auf robusten und wasserabweisenden Canvas zurückgegriffen. Ob einfarbig, bunt, gesteppt oder gemustert, auch bei Taschenstoffe gibt es eine große Auswahl, sodass garantiert für jedes Nähprojekt der richtige Stoff dabei ist.

1.44 Tischdecken Stoffe

Die richtigen Tischdeckenstoffe sind der Grundstein einer gelungen Tischdekoration. Ob schlichte Stoffe die sich leicht abwaschen lassen oder aus edleren Stoffen wie Damast oder Jacquard, für jeden Anlass gibt es die passende Tischdecke als Meterware zu kaufen. Auch in der Form ist man flexibel: rechteckig, quadratisch, rund oder auch oval. Für die Tischdecke zu Hause eignen sich Stoffe aus pflegeleichten Kunstfasern wie beispielsweise Polyester. Stoffe wie Damast oder Kochwäschefeste Baumwolle sind dagegen vor allem im Gastronomiebereich beliebt.

1.45 Tüll

Als Tüllstoff bezeichnet man Stoffe mit netzartigem Gewebe. Diese haben durchgehende Kettfäden und dazu schräg verlaufende Schussfäden. Die Schussfäden umschlingen dabei die Kettfäden, wodurch das Netz entsteht. Wenn Muster mit eingewebt werden, wird mindestens ein zweiter Schussfaden eingesetzt.

1.46 Universal Stoff

Im Prinzip gibt es keinen Stoff, der Universal für alle Nähprojekte geeignet ist. Als Universal Stoff könnte man dementsprechend zum Beispiel auch Jersey bezeichnen, da dieser sowohl zum nähen von den verschiedensten Kleidungsstücken geeignet ist, aber auch zum Nähen von Bettwäsche oder beispielsweise sogar Taschen und Rucksäcken, wenn man ihn vorher verstärkt. Universal Stoff ist also dementsprechend ein Überbegriff für Stoffarten, die für die unterschiedlichsten Nähprojekte vernäht werden können.

1.47 Vichy Karo

Als Vichy Karo bezeichnet man gewebte Textilmuster. Dieses Muster beziehungsweise Gewebe entsteht durch den Wechsel von gleich breiten Kett- und Schussstreifen im Webstuhl. Hier gibt es immer eine Grund- und eine Zusatzfarbe. Die Anordnung der Streifen ist sowohl senkrecht als auch waagerecht möglich. Gerade unter Herrenhemden sind Stoffe mit Vichy Karo beliebt.

1.48 Vlies Deko

Vlies Deko oder auch Deko Vlies ist ideal für Tischbänder und allgemeine Dekoration. Da die Kanten Von Deko Vlies nicht versäubert werden müssen, kann man ihn schnell und einfach verarbeiten. Deko Vliese haben eine leichte und durchscheinende Struktur. Deko Vliese erhält man in der Regel in unifarben.

1.49 Vlies Einbügel-/Nähvlies

Bügel- und Nähvlies gibt es für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete im Do it Yourself Bereich. Da Vlies nicht gewebt ist, ist es auch kein Textilstoff sondern besteht aus diversen einzelnen Fasern. Bügelvliese werden direkt auf den Trägerstoff aufgebügelt und können so auch nicht verrutschen, während Nähvliese lediglich zwischengefasst werden. Die größte Eigenschaft von Vlies ist Stabilität zu verleihen, also die Stoffe zu verstärken. Wie zum Beispiel beim Nähen von Taschen oder damit Druckknöpfe am genähten Kleidungsstück nicht ausreißen. Für Patchworkdecken nimmt man Volumenvliese, sodass die Decken schön gepolstert sind. Aber auch wärmende Vliese gibt es zu kaufen.

1.50 Watte

Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff ein loses Gefüge aus Fäden oder Fasern. Hauptsächlich besteht Watte aus Baumwollfasern. Aber auch aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Viskose. Das wohl bekannteste Einsatzgebiet von Watte ist der Kosmetik- und Hygienebereich und die Wundversorgung. Im Textilbereich wird Watte unter anderem zum Auswattieren von Sakkos.

1.51 Jeansstoffe

Jeansstoffe oder auch Denim, ist ein robuster Baumwoll- oder auch Hanffaserstoff in Köperbindung. Seine Herkunft hat Denim aus Frankreich. Für die Herstellung von Denim wir ein Kettköper verwendet. Der Kettfaden wird zu Indigo umgefärbt, wohingegen die Schussfäden weiterhin ungefärbt bleiben. Mittlerweile gibt es nicht nur noch die klassischen Jeans in Dunkelblau, sondern auch in schwarz, diversen hellen Blautönen bis hin zu weiß. Außerdem gibt es verschiedene Waschungsstile, welche dem Jeansstoff eine andere Optik verleihen. Das wäre zum Beispiel Stone-Washed, welche der Jeans einen klassischen Used-Look verleihen.

1.52 Polyesterstoff

Der Begriff Polyester stellt einen Überbegriff dar für die Gruppe der Polymere. Polyester wurde damals ursprünglich als Alternative zur Seide entwickelt. Wohingegen sie nun eine synthetische Mikro Textilfaser ist. Die Fasern von Polyester Stoffen sind dreimal feiner als Seidenfasern und haben sehr kleine Poren. Dadurch trocknet Polyester auch sehr schnell.

1.53 Nachhaltige Bio Stoffe

Wer beim selber Nähen auch wert auf ökologisch nachhaltige sowie sozial korrekt produzierte Stoffe legt, greift zurück auf Bio Stoffe in GOTS Qualität. Das Angebot an GOTS zertifizierten Stoffen reicht von Bio- Baumwolle, Wollstoffe, Leinenstoffe, Flanell, Fleece, Plüsch, Cord oder sogar Hanfstoffen. Das ist nur ein kleiner Einblick in das umfassende Angebot an Biostoffen.

1.54 Sweat Stoffe

Sweat Stoff ist ein Klassiker in der Bekleidungsbranche und wird hauptsächlich aus Baumwolle oder aus einer Mischung aus Baumwolle und Polyester hergestellt. Im Vergleich zu Jersey ist Sweatstoff dicker, da er aus mehreren Lagen Garn besteht. Die Rückseite kann entweder unangeraut, also mit einer Schlingenoptik, oder angeraut, also mit kuschelig weicher Rückseite produziert werden.

1.55 Walk/Mantelstoff

Walkstoffe sind gewebte Textilien bei denen die Oberfläche durch Walken verfilzt wird. Durch diesen Prozess ist die ursprüngliche Webbindung kaum bis gar nicht mehr zu erkennen. Besonders praktisch: Walkstoffe müssen nicht gewaschen oder aufwändig gereinigt werden. Verschmutzungen werden abgebürstet und Gerüche einfach ausgelüftet. Gerade durch die wärmedämmenden Eigenschaften gilt Walk als eine der hochwertigsten Materialien. Außerdem sind sie Formstabil und Atmungsaktiv.

1.56 Musselin

Musselin ist ein gewebter, weicher und luftiger Stoff aus Baumwolle oder Wolle mit einer von Haus aus gekreppten Optik. Während man Musselin oder auch Muslin vorrangig aus der Babyabteilung in Form von Stoffwindeln oder Spucktüchern kennt, wird Musselin mittlerweile auch gerne für Kleidungsstücke vernäht. Es gibt ihn nicht nur einfarbig in weiß oder anderen Farben, sondern auch mit tollen Mustern und Motiven.

1.57 Softshell

Softshell ist ein Oberbegriff für einige Funktionstextilien welcher häufig aus zwei oder drei laminierten Membranschichten besteht. Die Außenschicht von Softshell isoliert das Innenfutter und transportiert die Feuchtigkeit. Häufig findet Softshell seinen Einsatz bei Jacken für Outdoorsportlern, da diese sehr leicht sind und als Kompromiss zu einer Fleece Jacke und zusätzlicher Regenjacke sein können.

1.58 Steppstoff

Als Steppstoffe bezeichnet man generell Stoffe, bei denen zwei Stofflagen durch eine Steppnaht miteinander verbunden sind. Meist stellen die Steppnähte dekorative Musterungen dar. Zu den geläufigsten Musterungen gehören hierbei Längs- und Quersteppungen sowie Rauten in verschiedenen Größen. Zwischen den beiden Stofflagen befindet sich meist Wattierung wie eine Vlieseinlage, Feder, Wolle, Daunen oder auch Wildseide.

1.59 Blackout/Verdunkelung

Blackout- oder auch Verdunkelungsstoffe dienen, wie der Name schon sagt, zum Verdunkeln von Räumen und sind daher ideale Gardinenstoffe. Die Verdunkelungsstoffe werden aus 3 Schichten, die mittlere Schicht ist komplett schwarz und schluckt so das gesamte Licht. Neben verschiedenen dekorativen Musterungen gibt es Verdunkelungsstoffe auch in einfarbig und schwer entflammbar.

1.60 Viskose

Viskose ist zwar ein chemisch hergestelltes Material, allerdings besteht Viskose auch aus natürlichen Grundstoffen und hat angenehme Trageeigenschaften. Das ist zum einen, dass er hautfreundlich ist und kühlen wirkt und zum anderen, dass Viskose keinen Schweißgeruch annimmt. Daher wird Viskose gerne zu leichter Sommerkleidung vernäht. Viskosestoffe sind nicht dehnbar und knittern manchmal leicht.

1.61 Flanell

Flanell ist ein Woll- oder Baumwollstoff mit wärmender Eingeschaft und besonders weichem Griff. Gerne wird Flanell als Nachtbekleidung verwendet, da dieser je nach Dicke unterschiedlich warm und dennoch sehr leicht zu tragen ist. Auch für Freizeithemden oder Berufsbekleidung hat sich Flanell etabliert. Unter der Bezeichnung Biber-Bettwäsche wird Flanellbettwäsche verkauft, diese ist herrlich weich und gleichzeitig kuschelig warm.

1.62 Jacquardstoffe

Typische Jacquardgewebe sind immer reich oder großgemustert. Während der Schaftwebstuhl nur Fäden in Gruppen hebt oder senkt, kann der Jacquardwebstuhl jeden einzelnen Faden heben und senken. Es gibt 4 verschiedene Schusseintragsysteme. Die Art wie der Schuss eingetragen wird ist Webstuhl unabhängig. Jedes System kann also mit einem Schaftwebstuhl, als auch mit einem Jacquardwebstuhl arbeiten.

1.63 Jersey Stoff

Jersey wird hauptsächlich aus Baumwollfasern oder als Mischgewebe mit Viskose oder Polyester verabeitet. Im Gegensatz zu anderen Baumwollstoffen wird Jersey gewirkt oder gestrickt, nicht gewebt. Viskose-Jersey ist im Vergleich zu Jersey aus Baumwolle dünner und viel glatter. Durch die hohe Dehnbarkeit von Jersey kann sich dieser perfekt an jede Form anpassen, daher ist gerade Jersey für Nähanfänger geeignet, da dieser auch Fehler verzeiht.

1.64 Gabardine

Gabardine ist ein Gewebe mit einer diagonalen Struktur welche aus reinen Naturfasern oder auch als Mischgewebe mit Kunstfasern erhältlich ist. Hosenanzüge werden gerne aus der gröberen Variante vernäht, wohingegen sich schwere Qualitäten für Jacken und Mäntel eignen.

1.65 Popeline

Ursprünglich verstand man unter Popeline ein Krepp-Gewebe aus Wolle und Seide. Mittlerweile steht die Bezeichnung Popeline für ein dichtes Gewebe aus verschiedenen Garnen wie Baumwolle, Wolle, Leinen oder Kunstfasern. Direkt bezieht es sich auf die Struktur des eines Gewebes und kann daher für jede beliebe Textil Materialart bezeichnet werden.

1.66 Mesh

Mesh steht für ein luftdurchlässiges Textilnetzgewebe. Ursprünglich wurde es für die Herstellung von großformatigen Werbedrucken oder auch Baseball-Caps verwendet. Mesh besteht aus vielen kleinen gewebten Maschen, weshalb der Stoff eine besonders hohe Luftdurchlässigkeit hat. Außerdem sind Mesh Stoffe pflegeleicht, knitterarm und feuchtigkeitsregulierend.

1.67 Damast

Damast ist ein feiner und einfarbiger Stoff mit einem eingewebtem Muster. Bei der Herstellung wechseln sich kett- und schusssichtige Partien ab, wodurch es möglich ist verschiedene Muster einzuweben. Außerdem werden bei der Herstellung von Damast nur sehr hochwertige, glatte und glänzende Materialien verwendet, da bei der aufwendigen Webtechnik eine hohe Zugbelastung auf die Kettfäden entsteht.

2. Bekleidungsstoffe

2.1 Berufsbekleidung

Als Berusfkleidung bezeichnet man Kleidung, die während der Arbeitszeit getragen wird. Arbeitsrechtlich unterscheidet man hier in verschiedenen Untergruppen wie Berufskleidung, Dienstkleidung und Schutzkleidung. Während Berufsbekleidung sich zweckmäßig erwiesen hat und vom Arbeitnehmer nach dem persönlichen Geschmack abgestimmt werden darf, sind Dienstkleidung festgeschriebene Kleidungsstücke die zur Kenntlichmachung während der Arbeitszeit getragen werden muss, zum Beispiel durch eine bestimmte Farbe. Schutzkleidung wird dagegen nur aus Arbeitsschutzgründen während der Arbeitszeit zu tragen.


2.2 Blusenstoffe

Blusenstoffe ist ein Überbegriff für Stoffarten die sich zur Verarbeitung als Bluse bestens eignen. Hier eignen sich zum Beispiel Chiffon, Voile, Seide, Batist, Satin, Chambray, Viskose, Javanaise, Crepe, Cupro, Double Gauze, Flanell, Leinen oder Popeline. Das sind alles leichte und fließende Stoffarten.


2.3 Festliche Stoffe

Festliche Stoffe: glitzern und schimmern wundervoll. Ob mit Pailletten besetzt, aus Pannesamt oder feiner Spitze, mit dem richtigen Schnitt sind sie ideal zum Nähen der eigenen Festbekleidung und Abendgarderobe.

2.4 Jersey Stoffe

Jersey Stoff ist nicht gleich Jersey Stoff. Auch hier wird in verschiedenen Variationen unterschieden. Neben dem herkömmlichen Baummwoll-Jersey gibt es auch noch Interlock Jersey, Romanit Jersey, Viskose Jersey und sogar Folienjersey. Interlock Jersey ist beispielsweise strapazierfähiger, da die Fasern ähnlich dem Stricken miteinander verschlungen werden. Romanit Jersey hat zwei rechte Seiten und dadurch ein feste Qualität was ihn formstabil macht. Viskose Jersey ist eine leichtere und weicher fallende Alternative zum Baumwolljersey. Durch das Material hat Viskose Jersey eine feinere und zugleich auch glattere Oberfläche. Folien Jersey eignet sich perfekt für Faschings Kostüme. Die Oberfläche ist stark glänzend, außerdem gibt es ihn in verschiedenen Farben und Ausführungen, wie zum Beispiel mit Schuppendessin, Glitzer oder Regenbogenfarben.

2.5 Trachtenstoffe

Trachtenstoffe eignen sich besonders zum nähen traditioneller Kleidung in mordernem Design. Ob für Dirdnl, Schürzen oder Hemden, die große Auswahl an verschiedener Trachtenstoffe machen das eigene Dirndl zu einem absoluten Unikat was sonst niemand hat! Man erhält sie aus unterschiedlichen Materialien wie zum Beispiel Baumwolle, Leinen oder Jacquard, ob mit Spitze oder doch lieber mit Stickereien, hier findet jeder den passenden Stoff.

3. Dekostoffe

3.2 Dekobanner

Dekobanner sind großformatige Panele die zu Dekorationszwecken verwendet werden. Ob als Dekorationselement für Innenräume, Schaufenster oder auch für Veranstaltungen oder Messen, für jedes Einsatzgebiet gibt es das passende Dekobanner.

3.2 Dekostoffe Uni

Unifarbene Dekostoffe sind zum Beispiel wie dafür gemacht der eigene Wohnung leicht und kostengünstig einen neuen Stil zu verleihen. Bei unifarbenen Dekostoffen setzt man leichte Farbakzente und kann sie gleichzeitig einfach mit Mustern kombinieren. Auch für Bastelarbeiten können Dekostoffe verarbeitet werden.

3.3 Dekostoffe Kinder

Wer das Kinderzimmer kostengünstig umgestalten möchte, wird bei Dekostoffen mit diversen Kindermustern fündig. Ob beispielsweise für Jungs mit coolen Autos oder für Mädchen mit Schleifen oder dezenter mit kleinen Streifen, Karos oder Punkten. Schnell sind daraus Gardinen und passende Utensilos zur Aufbewahrung von kleinen Spielzeugen gezaubert.

3.4 Dekostoffe Nostalgie

Wer seine Wohnung im Vintage Stil eingerichtet hat, wird dennoch bei Dekostoffen fündig. Neben unifarben und mit Kindermotiven gibt es Dekostoffe auch in einer großen Auswahl an nostalgischen Motiven. Zu einer Kissenhülle oder einem Plaid verarbeitet kann man schnell und einfach mit textilien wohnliche Akzente setzen.

3.5 Dekostoffe Tiere

Wem einfarbige, gestreifte oder gepunktete Stoffe zu langweilig sind und lieber etwas ausgefalleneres haben möchte, greift zu Dekostoffen mit Tiermotiven. Ob als Digitale Zeichnungen oder als Fotomotiv, verspielt oder doch eher schlicht. für jeden Geschmack ist hier etwas dabei und ist nicht nur für die Kleinsten was!

3.6 Sonstige Dekostoffe

Im Prinzip sind alle strapazierfähigen Stoffe auch Dekostoffe. Zusätzlich können diese mit allen möglichen Mustern und Motiven gedruckt werden, sodass es hier eine einzigartige Auswahl gibt und sich niemand zwischen einer kleinen Auswahl an Motiven oder Material entscheiden muss.

4. Gardinen-/Vorhangstoffe

4.1 Meterware Gardinenstoffe

Ob blickdicht oder transparent. Bunt oder einfarbig, schlichte Muster oder auffällig. Bei Gardinenstoffe als Meterware findet man garantiert die passende Gardine für die eigenen vier Wände. Neben einer festgelegten Breite bestimmt man als Käufer selbst die gewünschte Länge, bekommt diese am Stück geliefert und schneidet sich dann den Gardinenstoff auf die benötigte Länge zu.

4.2 Fertiggardinen

Wer nicht die Zeit oder Lust hat, sich seine Wunschgardine selbst zu nähen, kann auch auf eine große Auswahl an Fertiggardinen zurückgreifen. Ob als Vorhangschals, Plissee, Küchengardine oder Voile mit Spitze für jedes Fenster und für jede Raumsituation findet sich die passende Gardine. Diese wird fertig genäht geliefert und muss nur noch am gewünschten Fenster angebracht werden.

4.3 Zubehör

Neben der Gardine benötigt man ebenfalls Gardinenzubehör. Das Zubehör ist nicht nur mittel zum Zweck sonder rundet das Gesamtbild ab und sorgt für Funktionalität. Ein Raffarm sorgt zum Beispiel dafür, dass die Gardine nicht einfach gerade herunterhängt sondern diese akkurat an der Seite fixiert und gleichzeitig ein optisches Highlight setzt.

5. Wolle

5.1 Babywolle

Babywolle wurde speziell auf die Bedürfnisse der Kleinsten unter uns abgestimmt. Sie ist besonders weich und die verschiedenen Garnarten wurden sanft gefärbt. Neben der Verwendung von natürlichen Fasern gibt es Babywolle auch als Mischwolle und aus synthetischen Fasern.

5.2 Beilaufgarn

Beilaufgarn ist ein dünnes Effektgarn. Das Garn wird mit normalen Garn vertrickt oder verhäkelt. In der Regel ist Beilaufgarn mit Glitzer oder Fransen. Gerade beim Sockenstricken wird Beilaufgarn gerne verwendet um die Fersen zu verstärken, da diese recht schnell ausdünnen. Dies erhöht die Reißfestigkeit. Auch ist Beilaufgarn zum Stopfen von Löchern geeignet.

5.3 Häkelgarn

Häkelgarn, wird wie der Name es schon verrät, zum Häkeln verwendet. Je nachdem welche Nadelstärke man verwendet und welches Projekt man häkeln möchte, entscheidet sich auch welches Häkelgarn das richtige ist. Gerade für filigrane Häkelarbeiten wie feine Halstüchern bekommen durch sehr drünnes Garn das gewisse Etwas. Für Anfänger ist glatte Baumwolle und Alpaka optimal geeignet, wohingegen haarige Wolle wie Mohair und Angora eher etwas für geübtere Häkler ist da die Aufnahme der Maschen durch die Fusseln etwas komplizierter ist.

5.4 Mützenwolle

Gerade Mützenwolle muss kuschelig warm halten und nicht nur schön aussehen. Daher eignen sich vor allem tierische Garne wie Merino- oder Alpakawolle hervorragend. Aber auch Angora oder Kaschmirwolle schützt vor Kälte. Durch die Verarbeitung ist Angora und Kaschmirwolle um einiges empfindlicher und sollte daher von geübteren Strickerinnen verarbeitet werden.

5.5 Riesenknäuel

Riesenknäuel an Wolle sind ideal für größere Projekte wie zum Beispiel Pullis. Dank der längeren Lauflänge von über 1000m muss man das Garn nicht immer wieder neu anknoten und vernähen, erspart einem also viel an Arbeit.

5.6 Sockenwolle

Sockenwolle kann man nicht nur zum stricken von Socken nehmen, wie es der Name vielleicht vermuten lässt. Alle Projekte die gerne etwas dicker und gröber werden dürfen, können aus Sockenwolle gestrickt werden. Diese gibt es nicht nur in einfarbig sondern auch in mehrfarbigen Varianten mit schicken Farbverläufen.

5.7 Sock Stop

Sock Stop ist eine flexible Latexmilch die nach dem Trocknen gummiartig ist. So kann man sich schnell und einfach die selbstgestrickten Socken in Stopper Socken umwandeln, damit man auf glatten Böden nicht so schnell ausrutscht. Gerade für die Kleinen ist Sock Stop praktisch.

5.8 Schnellstrickwolle

Durch die gröbere Textur ist Schnellstrickwolle nicht nur besonders gut für Anfänger geeignet sondern man kann mit ihr deutlich schneller stricken, aber auch häkeln. Wer also schnell einen neuen Loopschal braucht, kann mit Schnellstrickwolle das Vorhaben schnell in die Tat umsetzen. Es gibt diese zum Beispiel auch als hochwertige Variante aus Cashmere zu kaufen.

5.8 Standardwolle

Ist der Alleskönner unter den Wollsorten, da man diese für so ziemlich alle Strick und Häkelprojekte verarbeiten kann. Die Wollknäuel gibt es in verschiedenen Farben und Lauflängen. Ob unifarben oder mit Farbverläufen, die Auswahl ist groß.

5.10 Topflappenwolle

Gerade Topflappen sind eines der meist gehäkelten Projekte, da diese auch in keinem Haushalt fehlen dürfen. Zum Häkeln von Topflappen greift man auf Baumwollgarne zurückgegriffen. Von Schurwolle und Synthetischen Fasern sollte man Abstand nehmen, da diese leicht entflammbar sind. Außerdem isoliert reine Baumwolle besser die Hitze.

5.11 Wolle zum filzen

Zum filzen gibt es unter anderem spezielle Filzwolle. Am wichtigsten ist jedoch, dass man bei der Auswahl der Wolle zu reiner Wolle greift. Wenn der Wolle Seide oder Polyester beigemischt wurde, kann man mit dieser nicht filzen. Am gebräuchlichsten ist Merinowolle, welche man sowohl zum Nass- als auch zum Trockenfilzen verwenden kann. Je feiner die Wolle ist, desto feiner ist auch der Filz am Ende. Bei Verwendung von Alpenwolle und Bergschafwolle wird der Filz äußerst stabil und widerstandsfähig, sodass diese Wollsorten gerne zum Filzen von Pantoffeln verwendet werden.

5.12 Knit-Knit

Die Bezeichnung Knit Knit kennen viele Näherinnen als einen bestimmten Stoff aus dem Hause Albstoffe mit der dazugehörigen Kollektion Hamburger Liebe. Der Knit Knit Stoff ist ein toller Jacquard Jersey der weich fällt und vielseitig einsetzbar ist. Optisch wirkt der Knit Knit Stoff wie ein grober Strickstoff, weshalb er auch den Namen Knit Knit erhalten hat. In Wirklichkeit ist der Knit Knit Stoff allerdings ein Single Jersey Gestrick mit einem besonderen 3D Effekt. Hergestellt wird der Knit Knit Stoff aus kbA Bio Baumwolle und einem Elasthan Anteil, zusätzlich trägt er ein GOTS Zertifikat.

6. Bänder und Dekoartikel

6.1 Deko Artikel

Die Masse an Dekoartikeln ist unendlich, da im Prinzip so gut wie alle als Dekoration genutzt werden kann. Dekorationen dienen nur zur Verschönerung eines Raumes. Ohne Deko Artikel wirkt ein schöne Wohnung kalt und leer. Deko Artikel müssen dabei nicht einmal besonders teuer sein, mit wenigen Handgriffen lassen sich z.B alte Bilderrahmen oder sogar Schränke leicht aufwerten. Diese können zum Beispiel mit Deko Stoffen verkleidet werden und so auch spielend leicht dem Stil des Raumes angepasst werden. Sollte sich dieser einmal ändern, ist der Stoff leicht zu ersetzen.

6.2 Deko Bänder

Unter Deko Bändern versteht man alles aus dem Bereich Schleifen, Kordeln, Bordüren, Organzabändern oder auch Jutegitter. Deko Bänder gibt es aus unterschiedlichen Materialien und Mustern sowie in verschiedenen Ausfertigungen. Wahlweise gibt es Dekobänder mit eingearbeiteten Innendraht oder auch ohne. Ob für Tischdekoration, zur Verzierung von Geschenken und Vasen oder bei Blumengestecke, die Verwendungsmöglichkeit für Deko Bänder ist schier unendlich.

7. Nähzubehör

7.1 Grundausstattung

Wer zum ersten mal den Entschluss fasst, Nähen lernen zu wollen, befasst sich zwangsläufig auch damit, welche Zubehör für den Anfang wohl benötigt wird. Es gibt noch einige weitere nützliche Nähhelfer, für den Anfang reicht aber eine kleine Auswahl an Hilfsmitteln die eine nützliche Grundausstattung ergeben. Das wären zu aller erst mindestens 2 Scheren, eine Schneiderschere mit der man ausschließlich Stoff zuschneiden sollte, sowie eine kleine Stickschere, mit welcher sich überschüssige einzelne Fäden und Stoff leicht abschneiden lassen. Neben einer guten Stoffschere ist auch Garn wichtig, zum nähen nimmt man gerne Polyester Garn da dieses reißfester ist. Wer sich nicht über gerissene Nähte ärgern möchte, greift gleich auf gute Nähgarnmarken wie beispielsweise Troja, Ackermann oder Gütermann zurück. Auch das klassische Maßband darf in keiner Grundausstattung genau wie Steck- und Nähnadeln. Auch bei Nähnadeln sollte man auf hochwertige Marken wie zum Beispiel Schmetz zurückgreifen, da diese eine Sollbruchstelle haben und so nicht in viele kleine Einzelteile zerspringen oder im schlimmsten Fall die Maschine beschädigen. Zum Stecken von Stoff kann man sowohl normale lange Stecknadeln nehmen, als auch Wonder Clips, mit denen man den Stoff nicht durchlöchert und bei manchen Stoffarten eventuell noch beschädigt. Aller Anfang ist schwer, also wird man bei den ersten Nähanfängen wahrscheinlich nicht drumherum kommen, die genähte Naht wieder auftrennen zu müssen. Damit man die Naht schnell und einfach wieder aufgetrennt bekommt, gibt es spezielle Nahtauftrenner, die auch oft beim Kauf einer Nähmaschine mit bei liegen. Zum markieren von Knipsen der Schnittmuster sollte man Schneiderkreide oder Zauberstifte bereit halten. Auch ein Dampfbügeleisen ist ein Muss. Erstens werden die Nähte ordentlicher und schöner wenn man diese schön ausformt oder flach bügelt und zweitens erleichtert gutes Bügeln ungemein das Nähen. Und ganz wichtig: Der Stoff darf nicht fehlen! Stoffe kann als Meterware oder in Yard kaufen, wobei man lediglich die Länge des benötigten Stoff wählt. Die Stoffbreite ist fest und liegt in der Regel bei ca. 145cm.

7.2 Für Fortgeschrittene

Die Grundausstattung von Fortgeschrittenen unterscheidet sich in der Regel nicht viel von der Grundausstattung von Nähanfängern. Dennoch gibt es ein paar kleine Dinge, die jede ambitionierte Hobbyschneiderin beziehungsweise fortgeschrittenere Näherin immer da haben sollte. Das wären zum Beispiel Druckknöpfe mit passender Zange und Reißverschlüsse. Gerade Anfänger trauen sich noch nicht Druckknöpfe anzubringen oder sogar Reißverschlüsse einzunähen. Gerade bei Reißverschlüssen ist ein kleines Sortiment an unifarbenen Endlosreißverschlüssen von Vorteil. Auch bei Druckknöpfen sollte eine Auswahl an den gängigsten Farben vorhanden sein um damit beispielsweise Collegejacken oder Bodys schließen zu können. Auch Paspeln, Borten und Spitzen oder diverse Applikationen dürfen nicht fehlen, so können dezente Kleidungsstücke wunderschön verziert werden. Wer Wert darauf legt, dass die genähten Kleidungsstücke auch innen ordentlich verarbeitet sind, stolpert wahrscheinlich früher oder später über den Begriff Overlock. Eine Overlock erledigt in einem Arbeitsschritt mehrere Arbeitsschritte. Vom Nähen über Versäubern und dem gleichzeitigen Abschneiden. Die Verarbeitung von elastischen Stoffen ist damit kinderleicht und erhält ein professionelles und sauberes Finish. Wer einen Schritt weiter gehen möchte, kann zusätzlich in eine Coverlock investieren. Diese ist zum professionellen Säumen hergestellt worden. Mit zwei oder 3 Fäden erhält man stabile und sehr dehnbare Säume sowie dekorative Kontrast- und Ziernähte.

7.3 Bücher und Hefte

Mittlerweile gibt es auf dem Nähmarkt einige Bücher und auch Hefte zum Thema Nähen. Diese geben einem entweder viele Inspirationen oder stellen eine Nähanleitung da mit den passenden Schnittmustern dazu. Da der Platz in Büchern und auch Heften begrenzt ist, sind die Anleitungen oftmals kurz und knapp geschrieben, wodurch gerade die Nähanfänger vielleicht Probleme beim Umsetzen der Projekte haben können. Für Nähanfänger sind daher E-Books empfehlenswerter da diese eine lange und ausführliche Nähanleitung mit dazugehörigen Bildern beinhaltet. Auch ist der Schnittmusterbogen, den man sich selbst ausdruckt und zusammenklebt, deutlich übersichtlicher, da auch nur der gewünschte Schnitt abgedruckt wurde, wodurch die gewünschte Größe deutlich leichter gefunden und ausgeschnitten werden kann.

7.4 Handarbeitszubehör

7.4.1 Häkelnadeln

Wer Häkeln lernen möchte, braucht neben der geeigneten Wolle auch Häkelnadeln. Diese gibt es von verschiedenen Händlern in einer großen Auswahl an Längen und Stärken. Der Aufbau einer Häkelnadeln besteht immer aus drei Teilen: dem Haken, dem Schaft sowie dem Griff. Die Häkelnadel kann je nach Hersteller unterschiedlich geformt sein und kann teilweise aus verschiedenen Materialien bestehen. Die Häkelnadel sollte grundsätzlich vorher ausprobiert werden, wie diese in der eigenen Hand liegt, da diese zu deiner Handhaltung passen sollte. Der Haken der Häkelnadel holt beziehungsweise hält das Harn beim Häkeln fest. Wenn der Haken zu weit geöffnet ist oder die Kerbe des Hakens nicht tief genug ist, kann der Faden abrutschen. Aber auch zu tief kann der Haken einer Häkelnadel sein, denn dann kann es passieren dass der Faden in dem Haken stecken bleibt. Beim Kauf einer Häkelnadel solltest du also folgende Eigenschaften beachten: eine gute Hakenform, glatte Materialien damit der Faden nirgendwo hängen bleiben kann, ein ausreichend langer Schaft um Fäden einfach heranzuholen sowie ein griffiger und gleichzeitig stabiler Griff um eine bequeme Haltung beim Häkeln zu gewährleisten.

7.4.2 Rundstricknadeln

Unter dem Begriff Runstricknadeln versteht man zwei Stricknadeln die mit einem flexiblen Seil verbunden werden. Die Stricknadeln bei Rundstricknadeln sind meist ein wenig kürzer. Rundstricknadeln sind in verschiedenen Längen erhältlich. Die Länge wird von einer Nadelspitze zur anderen Nadelspitze gemessen. In der Regel sind die Rundstricknadeln in 20cm Abstufungen zwischen 40cm und 150cm erhältlich. In Ausnahmefällen sind auch kürzere oder längere Rundstricknadeln erhältlich. Üblicherweise werden Rundstricknadeln für runde Strickformen oder auch Schläuche verwendet, wie beispielsweise für Mützen oder Ärmel. Aber auch flache Strickstücke können mit den Rundstricknadeln gestrickt werden. Die Vorteile von Rundstricknadeln sind unter anderem, dass die Handgelenke entlastet werden, da das Strickstück im Schoss liegt und man kann nicht eine einzelne Nadel verlieren. Außerdem kann man flüssig stricken, insofern das gewählte Strickprojekt groß genug ist.

7.4.3 Stricknadeln

Bei Stricknadeln unterscheidet man zwischen drei Stricknadelarten: Nadelspiele, Rundstricknadeln und Jackenstricknadeln. Je nach Projekt welches gestrickt werden soll, wählt man die für sich passende Stricknadel. Mit dem Nadelspiel strickt man mit 5 Stricknadeln rund. Eignen sich dementsprechend für Socken, Halsausschnitte und Babysachen. Mit Jackennadeln lassen sich nur flache Sachen stricken. Jackennadeln bestehen generell aus einem Set von 2 Nadeln, sprich einem Nadelpaar. Diese haben am Ende der Stricknadel einen Knopf der die Maschen am Herausrutschen hindert, auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Nadelspitze.

7.4.4 Sonstiges Handarbeitszubehör

Auch im Bereich der Handarbeit gibt es die ein oder anderen Helferlein die uns die Arbeit erleichtern. Wer schon etwas älter ist und nicht mehr ganz so gut sehen kann, der kann sich beispielsweise mit Lupen Abhilfe schaffen. Für so gut wie jede Handarbeitsart gibt es passendes Zubehör welches das Leben erleichtert, wie beispielsweise Maschenstopper, Strickfinger oder Stickrahmen. Für die vergesslichen unter den Handarbeiterinnen gibt es sogar Reihenzähler.

7.5 Weiteres Zubehör

7.5.1 Applikationen

Eine Applikation ist ein kleines Näh- oder Bügelbildchen welches man wie der Name schon sagt entweder auf Stoff aufnäht oder aufbügelt. Bei Applikationen die man aufnäht, schneidet man das gewünschte Motiv grob aus und bügelt auf die linke Seite Vliesofix entsprechend der Herstellerangaben auf. Danach werden die jeweiligen Motive fein ausgeschnitten. Zahlen und Buchstaben müssen spiegelverkehrt aufgezeichnet werden. Wenn das Vliesofix festgebügelt ist, zieht man das Papier von den Motiven ab und positioniert die Applikationen an der gewünschten Stelle des Textils. Wenn sie richtig positioniert sind, werden sie auf dem Textil noch einmal festgebügelt und abgekühlt. Zur besseren Stabilität kann auf der Rückseite Stickvlies untergelegt werden. Die Motive werden nun, je nach gewählter Stoffart mit einem Zick Zack Stich bei ausfransenden Stoffen oder mit einem einfachen Geradstich bei sauberen Schnittkanten festgenäht. Das Stickvlies kann im Anschluss wieder vorsichtig abgerissen werden.

7.5.2 Knöpfe

Es gibt wohl kaum so viel Auswahl und Variationen wie bei Knöpfen. Knöpfe sind dafür da um Öffnungen an Kleidungsstücken zu schließen. Traditionell wird Herrenbekleidung mit einer Links- Rechts-Knöpfung versehen, wohingegen Damenbekleidung umgekehrt eine Rechts-Links-Knöpfung hat. Bei Knöpfen kann man in verschiedene Sparten unterscheiden: Der Materialart, nach Verwendungszweck oder nach Form und Machart. Hier gibt es zum Beispiel Ösenknopf, Nietenknopf, Lochknopf, Zwirnkopf, Posamentenknopf , Druckknopf aber auch Knebel gehören in die Kategorie der Knöpfe. Der Durchmesser von Knöpfen wir in englischen oder Wienern Linien gemessen. Knöpfe welche nicht rund sind, werden an der größten Ausdehnung gemessen.

7.5.3 Reißverschlüsse

Bei Reißverschluss gibt es für jeden Verwendungszweck unterschiedliche Arten. Grob werden Reißverschlüsse in teilbar/aushakbar und nicht teilbar/unten geschlossen unterschieden. Für Jacken benötigt man teilbare Reißverschlüsse, sodass man die Jacke vollständig öffnen kann. Bei Bettwäsche, Taschen oder auch Kleidern greift man auf nicht teilbare Reißverschlüsse zurück, da diese nicht komplett geöffnet werden müssen. Neben den Verschlussarten gibt es noch Reißverschlüsse mit schmalen oder breiten Zähnen, hier kann man wählen ob die Zähne aus Kunststoff oder Metall sein sollen. Teilbare Reißverschlüsse bekommt man nur in festgelegten Längen, welche man aber nachträglich auf die gewünschte Länge kürzen kann. Endlosreißverschlüsse können in der Regel im 10cm Abstand bestellt werden.

7.5.4 Scheren

Im Nähbereich gibt es viele Unterschiedliche Arten an Scheren, die alle ein anderes Einsatzgebiet haben. Generell sollte man eine Allzweckschere parat haben, die für alle Materialarten geeignet ist. Eine Schneiderschere oder auch Stoffschere ist sehr flach, sodass beim Schneiden der Stoffe dieser nicht zu sehr angehoben wird und somit eine saubere Schnittkante garantiert ist. Mit einer Stoffschere sollte man nur Stoff schneiden, da diese auch nach nur einmal Papier schneiden stumpf wird. Eine Knopflochschere erlaubt kurze Einschnitte hinter Stoffkanten. Für schnell ausfransende Stoffarten wie Webware oder Chiffon nimmt man eine Zackenschere. Wer viel appliziert oder Quiltarbeiten macht, sollte in seiner Nähausstattung eine Applikationsschere greifbar haben. Durch den Bogen auf der einen Seite der Schere kann die Schere ganz flach auf den Stoff aufgelegt werden und somit überflüssigen Stoff an Applikationen einfach abschneiden, ohne dass der Trägerstoff dabei beschädigt werden kann.

7.5.5 Nadeln/Nahtauftrenner

Beim vernähen ist es besonders wichtig, die richtige Nadel entsprechend des zu vernähenden Stoffes auszuwählen. Eine falsch verwendete Nadel kann den Stoff beschädigen. Zusätzlich sollte man neben der Art der Nähnadel darauf achten, dass die Nadel eine sogenannte Sollbruchstelle aufweißt. Diese sorgt dafür, dass die Nadel im Zweifelsfall bei zu hohem Druck an einer bestimmten Stelle einmal und nicht in viele kleine Einzelteile zerbricht, die im schlimmsten Fall im Auge landen können oder auch in der Maschine und diese dann bei erneuten Nähversuchen beschädigen kann. Die gebräuchlichsten Nadeln sind unter anderem folgende:

Eine Universalnadel hat eine leicht gerundete Spitze und kann für viele Materialarten verwendet werden. Die Stretch Nadel ist für elastische Stoffe und hochelastische Maschenware mit einer Kugelspitze welche die Maschen nur verdrängt und nicht kaputt macht. Die Jerseynadel ist speziell für die Verarbeitung von Strickstoffen konzipiert wurden. Die Jeans Nadel kommt leicht durch dickere und festere Stoffe ohne das Material zu beschädigen. Die Leder Nadel hat eine Schneidspitze um leicht durch Leder oder Kunstleder zu kommen. Wie die Bezeichnung der Nadelspitze schon vermuten lässt, verdrängt diese nicht nur das Textil sondern schneidet ihn, sodass ein auftrennen bei einer falschen Naht nicht mehr möglich ist. Bei Haushaltsnähmaschinen unterscheidet man zwischen zwei Nadelsystemen: Den Flachkolbennadeln 130/705 H und den Rundkolben 287 WH. Die jeweiligen Nähmaschinennadeln gibt es auch in unterschiedlichen Stärken: je feiner der Stoff, desto dünner muss die verwendete Nadel sein. Angegeben wird die Nadelstärke in NM, sprich Nummer Metrisch. Diese gibt den Durchmesser einer Nadel in 1/100mm an. Bei Schmetz Nadeln sind die Nadeln am Kolben mit einer Farbcodierung versehen zur leichten Bestimmung des Nadeltypes. Sowohl Nähanfänger als auch Fortgeschrittene werden es kennen: Gerade eine Naht genäht und dann stellt man fest, dass man sich vernäht hat und die Naht wieder aufgetrennt werden muss. In dem Falle erleichtert ein Nahtauftrenner die friemelige Arbeit. Beim Kauf einer Nähmaschine werden die Nahtauftrenner in der Regel direkt mitgeschickt.

7.5.6 Markierstife/Kreide/Maßband

Unerlässlich in jeder Grundausstattung einer Näherin: Markierstifte, Kreide und Maßband. Beim Nähen ist es einfach unerlässlich Markierungen von Schnittmustern auf den Stoff zu übertragen. Für diesen Zweck gibt es eine Auswahl an verschiedenen Stiften. Mit Trickmarkern oder Schneiderkreide erhält man kurzzeitig Markierungen auf dem Stoff die entweder von selbst wieder verschwinden oder abgeklopft oder ausgewaschen werden können. Mit Bügelmusterstiften können besonders Stickdesigns leicht übertragen werden. Bei Kreidestiften oder Schneiderkreide bestehen die Minen aus gepresster Kreide. Die Markierung liegt nur oberflächlich auf dem Stoff und lässt sich durch abklopfen leicht wieder entfernen.

7.5.7 Schnittmuster

Schnittmuster sind Schnittteile auf Papierbögen nach denen ein bestimmtes Modell aus Stoff zugeschnitten wird. In Deutschland wurden die Schnittmusterbögen durch die Zeitschrift burda Moden bekannt, welche von Aenne Burda gegründet wurde. Den Heften wurde ein Papierbogen mit den Schnittmustern aus dem Heft beigefügt und zu Hause konnten die jeweiligen Modelle nachgeschneidert werden. Dadurch, dass alle Schnitte aus einem Heft auf einem Papierbogen Platz finden müssen, werden die Bögen beidseitig bedruckt und die Schnittteile möglichst platzsparend angeordnet. Dadurch überschneiden sich die einzelnen Schnittteile, weswegen diese mit Kopierpapier, Seidenpapier oder auf Folie abgepaust werden müssen. Bei Einzel- oder auf Fertigschnitten werden die Schnittteile nebeneinander auf dem Bogen angeordnet, weswegen sie wahlweise abgepaust oder ausgeschnitten werden können. Ein Einzelschnitt besteht in der Regel aus einem Schnittbogen, einer Näh-Anleitung mit Schritt-für-Schritt Beschreiben und einem Modellbild. In der heutigen Zeit können Schnittmuster auch digital gekauft werden. Der Schnittbogen ist hierbei auf mehrere DIN A4 Seiten aufgeteilt und muss mit dem Drucker ausgedruckt und danach händisch zusammengeklebt werden.

7.6 Imprägnier-/Pflegemittel

Im Textilbereich gibt es verschiedene Imprägnier- und Pflegemittel mit welchen man die Textilien behandeln kann. Hier gibt es zum Beispiel generelle Imprägniersprays für Natur-und Synthetikgewebe für einen Fleck- und Schimmelschutz. Für Gewebe aus Baumwolle oder mit Polyester Anteil gibt es Wetterbeständige Imprägnier Emulsionen. Für Stoffe die schwer entflammbar werden sollen, gibt es Imprägniermittel der Klasse B1. Wer sich eine Regenjacke nähen möchte, kann mit Nahtdichter die Nähte verschließen um ein Durchdringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Nahtdichter eignet sich sowohl für beschichtetet und unbeschichtete Gebe aus Natur- oder Synthetikfasern. Gerade Möbelstoffe benötigen eine regelmäßige Pflege durch den ständigen Kontakt. Hocheffiziente Reiniger lösen kinderleicht auch tiefe Verschmutzungen aus dem Gewebe wohingegen es für Leder spezielle Reinigungs- und Pflegemittel gibt.

8. Stoffe kaufen

8.1 Wo kann ich Stoffe kaufen?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wo man Stoffe kaufen kann. Im Internet gibt es eine große Auswahl an eigenen Online-Shops oder Plattformen über die man so gut wie jeden Stoff in allen möglichen Farben und Mustern bekommen kann. Ein kleiner Nachteil beim Kauf im Internet: Man kann den Stoff vorher nicht anfassen und die Farben können je nach Bildschirm abweichen und zu Hause anders aussehen. Sollte einem der gekaufte Stoff allerdings gar nicht zusagen, so hat man online die Möglichkeit diesen zu widerrufen. Neben dem Kauf im Internet gibt es noch die Möglichkeit im örtlichen Stoffladen einkaufen zu gehen. Je nach Größe des Ladengeschäftes kann die Auswahl begrenzt sein. Dafür kann man den Stoff vorher genau anschauen und anfassen und sich gleichzeitig passende Kombination zusammenstellen. Meist im Frühjar und im Herbst hat man die Möglichkeit, auf einen der in ganz Deutschland tourenden Stoffmärkte zu gehen. Durch die vielen verschiedenen Händler erhält man auch hier eine große Auswahl an Stoffen und Zubehör.

8.1.1 Günstige Stoffe

Es muss nicht immer alles teuer sein, auch bei Stoffen kann man günstig einkaufen und dennoch eine gute Qualität erhalten. Ob generell günstig oder als Aktion für eine kurze Zeit heruntergesetzt, die Möglichkeit günstig an Stoffe zu kommen, besteht immer. Wer allerdings Wert auf fair produzierte Stoffe mit GOTS Zertifikat legt, muss auf verschiedene Rabattaktion bei den Händlern warten.

8.2 Stoffe als Meterware

Am üblichsten ist der Verkauf von Stoffen als Meterware von einem Stoffballen. Hier bestimmt man aber nur, welche Länge der Stoff haben soll. Die Stoffbreite ist fest und bewegt sich meist bei ca. 1,4 Metern und 1,5 Metern. Bei Stoffen aus Amerika liegt die Stoffbreite meist bei ca. 1,25 Metern. Ein kleines Beispiel: Die Stoffbreite ist mit 145 cm angeben und als Kunde werden 3 Meter von diesem Stoff bestellt. Der Kunde erhält nun ein Stück von 1,45x3 Meter am Stück. Durch Fehler im Ballen oder beim Zuschnitt kann es allerdings auch vorkommen, dass die gewünschte Menge nicht mehr an einem Stück lieferbar ist.

9. Umgang mit Stoffen

9.1 Waschen und Pflege

9.1.1 Die Vorbereitung

Gerade Baumwollstoffe gehen nach dem Waschen noch ca. 30% ein, Jersey-Baumwollstoffe können noch bis zu 10% einlaufen. Das schönste Kleid, oder die schönste Hose an der man mehrere stunden mühevoll gesessen hat, nützen einem nichts mehr, wenn diese einem nach der Verarbeitung bei der ersten Wäsche eingehen. Daher sollte man Stoffe vor dem Verarbeiten vorwaschen. Zusätzlich werden viele Stoffe nach der Herstellung chemisch behandelt. Da wir in der Regel keine Handschuhe tragen beim nähen, kommen wir in den direkten Kontakt mit den Schadstoffen und tragen diese weiter. Gerade wer viel näht, sollte diesen Aspekt nicht außer Acht lassen.

9.1.2 Was Sie vor dem Waschen von Stoffen beachten müssen

Ausfransende Stoffe sollten vorab versäubert werden. Bei Jersey rollen sich dagegen gerne die Stoffkanten ein, auch hier empfiehlt es sich die Kanten vorher zu versäubern. Auch sollte man hier nach Farben sortieren und keine dunklen Stoffe mit hellen zusammen waschen, da die Farben während der Wäsche von wenig bis sehr stark ausbluten können.

9.1.3 Das richtige Waschmittel

Bei der ersten Wäsche von Stoffen, sollte man diese nur mit Wasser und einem Schuss Essig waschen. Essig fixiert die Farbe der Stoffe. Das verwenden von Waschmittel bei der ersten Wäsche kann die Apparatur der Stoffe angreifen. Nach der ersten Wäsche können die genähten Kleidungsstücke ganz regulär mit Waschmittel gewaschen werden. Vollwaschmittel eignet sich in diesem Falle nur für robuste Stoffe. Alle anderen sollte man mit Fein-oder Wollwaschmittel waschen. Auch bei Pulverwaschmittel kann es bei falscher Dosierung dazu kommen, dass die feinen Pulverkörnchen die Oberflächenstruktur des Stoffes beschädigen, daher sollte man auf Flüssigwaschmittel zurückgreifen.

9.1.4 Das Trocknen der Stoffe

Bei Stoffen die an der Luft getrocknet werden, bleiben auch die Farben länger frisch, im Vergleich zum Trockner. Stoffe wie Jersey oder Wollstoffe verformen sich im feuchten Zustand schnell, daher empfiehlt es sich bei solchen Stoffen, diese im liegen zu trocknen. Webware oder feste Canvas Stoffe dagegen können einfach aufgehängt werden, da sich diese nicht verformen.

9.1.5 Die richtige Bügeltechnik für jeden Stoff

Nicht jeder Stoff kann auf der selben Temperatur gebügelt werden und auf die gleiche Art und Weise. Viskose wird sehr feucht und auf links mit schwacher Temperatur gebügelt. Bei Satin bewahrt man den Glanz, indem man die linke Seite vor dem Bügeln mit Essigwasser befeuchtet. Seide wird ähnlich wie Viskose gebügelt. Nylon und Polyester werden in fast trockenem Zustand auf links gebügelt mit einer schwachen Temperatur. Baumwolle wird in leicht feuchtem Zustand auf rechts mit sehr hoher Temperatur gebügelt. Strickwolle wird auf links in trockenem Zustand mit mittlerer Hitze gebügelt. Hier kann man auch ein Dampfbügeleisen verwenden. Leinen wird in feuchtem Zustand und hoher Temperatur gebügelt. Um das Bügeln zu erleichter, kann zusätzlich Stärke aufgesprüht werden. Rippvelours wird zum Beispiel nie gebügelt sondern nur befeuchtet und in Ripprichtung gebürstet. Anschließend wird er auf einem Kleiderbügel getrocknet.

9.2 Schneiden und bearbeiten

9.2.1 Die Vorbereitung

Vor dem zuschneiden von Stoffen sollte man sich eine große Arbeitsfläche frei machen und alle benötigten Materialien wie Stoffschere, Schnittmuster, Stecknadeln oder Wonderclips und Markierstifte bereit halten. Wer die Materialien ordentlich an seinem Nähplatz organisiert, findet diese auch leicht und schnell wieder. Optimal ist es, wenn man die Arbeitsfläche von jeder Seite aus nutzen kann.

9.2.2 Die richtige Unterlage

Im Prinzip kann zum Zuschnitt jede gerade Unterlage genutzt werden. Eine Schneidematte verhindert zum Beispiel das verrutschen von Stoffen und das aufgedruckte Raster erleichtert ein exaktes zuschneiden für zum Beispiel Bündchenware. Wer seine Stoffe mit Rollschneider zuschneiden möchte, für den ist die Verwendung einer Schneidematte unerlässlich.

9.2.3 Materialien zum Übertragen eines Schnittmusters

Die beliebteste und einfachste Methode das gewünschte Schnittmuster auf den Stoff zu übertragen, ist diesen mit Stecknadeln zu fixieren und drumherum zu schneiden. Wer es nicht riskieren möchte, aus Versehen in das Schnittmuster zu schneiden, kann den Umriss eines Schnittmuster mit Schneiderkreide oder Trickmarker abzeichenen. Wer die Nahtzugabe noch nicht dem Schnittmuster hinzugefügt hat, muss diese noch nachträglich auf den Stoff aufzeichnen.

9.2.4 Stoffschere oder Rollschneider?

Ob man lieber die Stoffschere oder den Rollschneider nutzen möchtet, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Viele kommen mit dem Rollschneider besser klar, andere dagegen bevorzugen den Zuschnitt mit der Schere. Generell kann man aber sagen, dass für einen präzisen Zuschnitt von Schnittmustern mit Kurven und Kanten die Verwendung einer Stoffschere empfehlenswerter ist. Zum Zuschneiden von Bündchen oder Einfassstreifen empfiehlt sich der Zuschnitt mit einem Patchworklineal und dem Rollschneider.

9.2.4.1 Welche Stoffschere ist die Richtige?

Welche Stoffschere die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Länge der Stoffschere sollte entsprechend der Schnittführung gewählt werden. Für enge Schnittführungen eignet sich eine kurze Stoffschere besser, da man damit besser um Kurven schneiden kann. Außerdem sollte die Stoffschere so scharf wie möglich sein und man darf mit dieser ausschließlich Stoff schneiden. Papier macht die Schere stumpf, auch wenn es nur ein Schnitt war.

9.2.5 Wie Sie Stoffe richtig zuschneiden

9.2.5.1 Schnittmuster auf den Stoff legen und fixieren

Der Stoff sollte faltenfrei auf der Unterlage liegen und nicht verzogen sein. Das Schnittmuster wird enstprechend des eingezeichneten Fadenlaufs auf den Stoff passend zum Fadenlauf aufgelegt werden. Hier erleichert Folie das richtige Erkennen des Fadenlaufs da diese durchsichtig ist. Zum fixieren des Schnittmuster können Stecknadeln und an der Bruchkante Wonder Clips verwenden können. Wer nicht gerne mit Stecknadeln arbeitet oder einen Stoff hat, den Stecknadeln beschädigen würden, kann auch Gewichte auf das Schnittmuster auflegen.

9.2.5.2 Schnittmuster zuschneiden

Wenn das Schnittmuster keine Nahtzugabe von Haus aus eingezeichnet hat, oder man diese beim abpausen auf Papier oder Folie ebenfalls noch nicht übertragen hat, muss diese noch zusätzlich auf den Stoff einzeichnen. In der Regel ist eine Nahtzgabe von 0,7 Millimetern bis 1 Zentimeter üblich. Diese wird an allen Seiten angezeichnet. An der äußersten Linie wird dann der Stoff ausgeschnitten. Ist die Nahtzugabe schon im Schnitt enthalten, oder man hat diese mit auf Papier oder Folie übertragen, schneidet direkt am Rand des Schnittmusters entlang.

10. Schnittmuster

10.1 Schnittmuster finden

10.1.1 Was für Schnittmuster gibt es?

Mittlerweile gibt es bei Schnittmustern eine sehr große Auswahl. Von einfachen Kleidungsstücken wie eine Pumphose oder Leggings, bis hin zu aufwändigeren Projekten wie einer Bikerjacke mit Abnähern und Biesen. Aber nicht nur für Kleidungsstücke gibt es Schnittmuster sondern auch für Taschen, Rucksäcken, Dekoartikel und auch Kuscheltiere.

10.1.2 Wo finde ich Schnittmuster?

Bei Schnittmustern gibt es sowohl Papierschnittmuster, Schnittmusterhefte, Bücher und auch E- Books. Generell kann man alle bis auf E-Books in gut sortierten Stoffläden kaufen. E-Books und Einzelschnittmuster als Papierschnitt findet man in eigenen Online-Shops von kleinen und großen Label oder auch auf Plattformen wie Dawanda. Zeitschriften kann man entweder online oder in gut sortierten Kiosken kaufen. Auch bei Büchern hat man die Auswahl, diese online oder in der örtlichen Buchhaltung zu erwerben.

10.1.3 Kostenlose Schnittmuster

Kostenlose Schnittmuster werden auch oft Freebook genannt. Diese werden den Nutzern frei zur Verfügung gestellt, die Erstellerin erhält in diesem Fall keine Vergütung. Meist sind kostenlose Schnittmuster nur kleine Projekte, wie eine Mütze, Halstuch oder ein Höschen.

10.1.4 Kostenpflichtige Schnittmuster

Kostenlose Schnittmuster sind meist aufwändiger, weswegen dafür ein kleiner Geldbetrag verlangt wird. Dieser bewegt sich meist zwischen 2 bis 8 Euro. Bei kostenpflichtigen Schnittmustern kann man sich oft sicher sein, dass diese von einem großen Team an Probenähern vor der Veröffentlichung auf eventuelle Fehler und Passform getestet wurden. Zusätzlich erhält man eine ausführliche Nähanleitung und Support, falls doch Probleme auftreten. Die Schnittmuster werden von einer Schnittdirektrice gezeichnet und anschließend auf unterschiedliche Größen gradiert.

10.2 Schnittmuster richtig verwenden

10.2.1 Schnittmuster abpausen


Schnittmuster können auf Seidenpapier oder Folie in der gewünschten Größe abgepaust werden. Bei Seidenpapier kann man mit Kuli, Bleistift oder Kopierrädchen arbeiten. Bei Folie kann man nur mit Folienstiften oder wasserfestem Edding abpausen, da sonst die Linien auf der Folie verwischen. Wenn im Schnittmuster noch keine Nahtzugabe enthalten ist, kann diese direkt hinzugefügt werden, so hat man die Arbeit nur einmal und muss sie nicht bei jedem neuen Mal, welches man das Schnittmuster auf Stoff ausschneidet, neu zeichnen.

10.2.2 Schnittmuster übertragen

Wenn man die einzelnen Schnittteile erfolgreich in seiner Größe abgepaust hat, geht es daran, diese auf Stoff zu übertragen. Hier muss darauf geachtet werden, welche Teile im Bruch (wie Vorder- und Rückenteile), in doppelter Stofflage gegengleich (z.B. Ärmel) oder nur einfach zugeschnitten werden müssen. In den Nähanleitungen ist meist ein Zuschnittplan abgedruckt, an welchem man sieht, wie die Teile richtig auf den Stoff gelegt werden müssen. Hier ist vor allem auf den richtigen Fadenlauf zu achten. Die Schnitteile werden mit Stecknadeln, Wonder Clips oder Gewichten fixiert und anschließend wir um diese herumgeschnitten. Alternativ kann man die Umrisse der Schnittteile auch mit Schneiderkreide abpausen und dann an den Linien entlang diese ausschneiden.

10.2.3 Schnittmuster anpassen

Generell sollte man darauf achten, die Schnittmuster schon in der richtigen Größe zu kaufen, wer also beispielsweise Gr. 44 trägt, sollte auch schauen, dass der Schnitt diese Größe abdeckt. Anschließend kann man kleine Dinge am Schnitt noch auf die eigenen Körperproportionieren anpassen. Wer also einen längeren Oberkörper hat, muss eventuell bei einem geteilten Kleid die Taille etwas tiefer setzen. Wenn dafür die Arme kürzer sind, sollten diese gekürzt werden. Wer einen bestimmten Schnitt das erste Mal näht, sieht dann auch im Nachhinein an welchen Stellen gegebenenfalls Änderungen für sich nötig sind und kann diese beim nächsten Mal berücksichtigen.

10.2.4 Schnittmuster vergrößern

Das vergrößern oder gradieren von Schnittmustern können im Prinzip nur Schnittdirektricen, da diese dieses auch speziell in ihrer Ausbildung gelernt haben. Ein Schnittmuster kann nicht einfach so um mehrere Größen vergrößert werden, da sonst die Proportionen nicht mehr stimmen können und für größere Größen auch andere Bereiche anders geschnitten werden müssen wie für kleinere. Wer sicher gehen möchte, dass das Schnittmuster am Ende auch gut sitzt, sollte den gewünschten Schnitt also direkt in der richtigen Größe kaufen und gegebenenfalls nur kleine Änderungen vornehmen um diesen perfekt an sich anzupassen.

10.2.5 Schnittmuster aufbewahren

Beim aufbewahren von Schnittmustern gibt es viele Möglichkeiten. Einige rollen ihre Schnittmuster zusammen und stellen sie in einen großen Karton, manche heften sie in Klarsichtfolien in Aktenordnern ab, während andere die Aufbewahrung in Hängeregistern bevorzugen. Ganz egal welche Aufbewahrungsmethode man für sich bevorzugt: Alle Schnittteile sollten mit dem Ersteller des Schnittmusters, der Bezeichnung wie der Schnitt heißt, der Größe und um welches Schnitteil es sich handelt beschriftet werden. So kann man auch mehrere Monate später nachvollziehen, welche Schnittteile zusammen gehören und welcher Schnitt es ist.

10.3 Schnittmuster selber erstellen

Für kleine Sachen wie Utensilos oder Taschen kann man in der Regel auch als nicht gelernte Schnittdirektrice ein eigenes Schnittmuster erstellen. Bei Bekleidung sollte man die Erstellung eines Schnittmusters einer gelernten Schnittdirektrice überlassen, da diese genau weiß worauf es bei einem bestimmten Model und den jeweiligen Größen ankommt.

11. Zum selber machen

11.1 Kostenlose Nähanleitungen

Neben ganzen Schnittmustern gibt es auch nur kostenlose Nähanleitungen in denen lediglich beschrieben wird, wie man ein bestimmtes Projekt nach nähen kann. Hier gibt es keinen Schnittbogen der ausgedruckt und abgezeichnet wird, man orientiert sich hier nur an den angegeben Maßangaben oder ändert diese selbst auf die gewünschte Größe ab.

11.2 Kreative Ideen zum Nähen

Im Internet tümmeln sich auf diversen Plattformen eine Vielzahl an verschiedenen kreativen Ideen zum nachnähen. Gerade wer zu themenbezogene Nähprojekte wie Ostern, Weihnachten oder Geburstag Inspirationen sucht, wird unter anderen bei Pinterest fündig.

11.3 Nähkurse

Sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene Nähkurse bieten einige Stoffläden auch Nähkurse an. Hier werden Anfänger an die ersten Nähschritte herangeführt und mit ihnen das erste Projekt genäht. Auch Fortgeschrittene können in diesen Kursen dazu lernen. Wer gerne ein bestimmtes Projekt nähen möchte, sich aber nicht alleine herantraut, für den werden in manchen Nähschulen projektbezogene Workshops angeboten in denen die Leiterin bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht.

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